Für Fachkräfte2020-05-07T09:28:49+02:00

Beratungsservice für internationale Fachkräfte

Herzlich willkommen beim Welcome Center Südlicher Oberrhein!

Sie möchten in der Region Südlicher Oberrhein leben und arbeiten? Dann sind Sie bei uns genau richtig, wir freuen uns auf Sie!

Wir wollen allen, die sich für die Region Südlicher Oberrhein entscheiden, dabei helfen sich wohlzufühlen. Dazu gehört, dass wir Ihnen und Ihrer Familie mit umfangreichen kostenlosen Informations- und Beratungsangeboten den Einstieg und das Einleben erleichtern. Das Welcome Center Südlicher Oberrhein berät und unterstützt internationale Fachkräfte bei allen Fragen und Anliegen. Bei besonderem Beratungsbedarf oder punktuellen Problemen vermitteln wir an fachkundige Ansprechpartner weiter.

Das Welcome Center bietet Ihnen Informationen und Beratung zu den Themen:

  • Arbeiten
  • Leben
  • Wohnen
  • Familie
  • Sprache
  • Bildung
  • Freizeit
  • Gesundheit
  • Finanzen & Versicherungen
  • Alltag in Deutschland

Diese und viele andere Fragen beantworten wir Ihnen gerne telefonisch, per E-Mail oder persönlich! Sie können das Welcome Center während der Öffnungszeiten persönlich aufsuchen oder via Telefon, E-Mail oder Post kontaktieren, um erste Informationen über Leben, Wohnen und Arbeiten in der Region Südlicher Oberrhein zu bekommen. Bitte vereinbaren Sie im Voraus einen Termin, damit wir uns optimal um Ihre Anliegen kümmern können. Gerne können Sie Ihren Lebenslauf, Zeugnisse und andere Dokumente mitbringen, damit wir Sie umfassend beraten und informieren können.

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick erhalten Sie auf den folgenden Seiten.

Einreise nach Deutschland

Bürger/innen aus der EU, Liechtenstein, Island, Norwegen oder der Schweiz

Sie sind berechtigt, sich in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union frei zu bewegen und aufzuhalten. Dafür benötigen Sie lediglich einen gültigen Personalausweis oder Pass. Das gleiche gilt für Ihre direkten Familienangehörigen.

Nicht EU-Bürger/innen

Als Bürgerinnen und Bürger aus Nicht-EU Ländern brauchen Sie grundsätzlich ein Visum, wenn Sie in Deutschland arbeiten wollen. Ihr Visum müssen Sie vor der Einreise in Ihrem Herkunftsland beantragen. Den Antrag stellen Sie bei der für Ihren Wohnort zuständigen deutschen Auslandsvertretung. Eine Übersicht der deutschen Auslandsvertretungen finden Sie hier.

Sonderregelungen

  • Als Akademiker/in, Absolvent/in einer deutschen Hochschule, Absolvent/in einer Berufsausbildung im Ausland oder einer Ausbildung in Deutschland gelten bestimmte Sonderregelungen für das Visum.
  • Staatsangehörige von Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, von Neuseeland oder den USA können auch ohne Visum nach Deutschland einreisen und vor Aufnahme der Beschäftigung die Aufenthaltserlaubnis für die Beschäftigung in Deutschland beantragen. Nur wenn Sie Staatsangehörige oder Staatsangehöriger dieser Staaten sind, können Sie sich direkt an die Ausländerbehörde in Ihrer Stadt wenden – auch, wenn Sie schon in Deutschland sind. Dort können Sie die Aufenthaltserlaubnis beantragen.
  • Für Besuche bis zu drei Monaten pro Halbjahr hat die Europäische Union die Visumpflicht für Angehörige bestimmter Staaten aufgehoben. Ob das Land, dessen Staatsbürger Sie sind, zu diesen Ländern zählt, können Sie bei den Auslandsvertretungen Deutschlands oder beim Auswärtigen Amt erfahren.

Info
Die Gebühr für ein Visum beträgt in der Regel 60 Euro pro Person. Bitte achten Sie darauf, dass Sie mit einem Visum einreisen, das dem tatsächlichen Zweck Ihres Aufenthaltes entspricht. Nur dann ist eine reibungslose Verlängerung bzw. Umschreibung Ihres Visums durch die für Ihren deutschen Wohnort zuständige Ausländerbehörde möglich. Mit einem Visum, das nur für einen Kurzaufenthalt ausgestellt worden ist, ist grundsätzlich kein Daueraufenthalt möglich.

 

Arbeiten in Deutschland

Voraussetzungen

Bürger/innen aus der EU, Liechtenstein, Island, Norwegen oder der Schweiz:
Sie benötigen keine Arbeitserlaubnis, um in Deutschland arbeiten zu können.

Nicht-EU Bürger/innen:
Um in Deutschland arbeiten zu können, brauchen Sie ein Visum, das Ihnen erlaubt in Deutschland zu arbeiten. Eine erste Orientierung, ob Sie eine Arbeitserlaubnis in Deutschland erhalten, bekommen Sie beim Quick-Check.

Bürger/innen aus Australien, Israel, Japan, Kanada, Republik Korea, Neuseeland, USA
Staatsangehörige von Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, von Neuseeland oder den USA können auch ohne Visum nach Deutschland einreisen. Wenn Sie in Deutschland arbeiten möchten, müssen Sie eine Aufenthaltserlaubnis vor Aufnahme der Beschäftigung beantragen.

Wie finde ich Arbeit?

In der Region werden qualifizierte Arbeitskräfte in vielen Berufsbranchen gesucht.  Eine deutschlandweite Jobbörse mit Stellenangeboten finden Sie hier: Jobbörse – Make it in Germany.

Offene Arbeitsstellen, die Ihrem Profil entsprechen, gibt es – wenn Sie sich noch im Ausland befinden – bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung: ZAV

Als EU-Bürgerinnen und Bürger haben Sie die Möglichkeit auf das EURES-Portal der Europäischen Kommission zuzugreifen. Dort finden Sie Stellenangebote in Deutschland und weiteren 30 europäischen Ländern, Länderinformationen zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen und die Kontaktdaten der EURES-Berater. Des Weiteren können Sie ein eigenes Profil mit Ihrem Lebenslauf anlegen, auf das Arbeitgeber zugreifen können.

Wenn Sie bereits Ihren Wohnsitz in Deutschland haben, können Sie sich an die Bundesagentur für Arbeit (BA) vor Ort wenden: Bundesagentur für Arbeit. Hier können Sie auch bundesweit nach freien Stellen suchen: Jobbörse .

Viele Arbeitsstellen werden in regionalen Tageszeitungen angeboten, diese sind unter anderem: Badische Zeitung und Offenburger Tageblatt und Schwarzwälder Bote. Die Stellenanzeigen stehen meistens in den Ausgaben am Mittwoch und am Samstag. Darüber hinaus können Sie sich auch über deutschlandweite Zeitungen, Stellenportale im Internet, sowie bei Unternehmen auf deren Internetseiten über Stellenangebote informieren. Dort finden Sie Stellenanzeigen oft unter den Begriffen „Jobs“ oder „Karriere“.

Bewerben

Die Unternehmen erwarten eine schriftliche Bewerbung von Ihnen. Zeugnisse und andere wichtige Dokumente sollten in die deutsche Sprache übersetzt werden. Es kann sein, dass das Unternehmen beglaubigte Kopien Ihrer Unterlagen verlangt. Beglaubigungen erhalten Sie beim Bürgeramt / Rathaus.

Zu einer Bewerbung gehören in der Regel:

  • Anschreiben
  • Lebenslauf mit Foto und Unterschrift, in Form einer Tabelle oder als Text
  • Zeugnisse, Referenzen, Arbeitsnachweise (ins Deutsche übersetzt)

Weitere Informationen zur:

Anerkennung von Berufsqualifikationen in Deutschland

Für einige Berufe (sogenannte reglementierte Berufe wie z.B. Ärzte, Rechtsanwälte, Lehrer) ist es Voraussetzung, den Berufsabschluss anerkennen zu lassen, um arbeiten zu können. Ein reglementierter Beruf ist ein Beruf für dessen Zugang und Ausübung besondere Berufsqualifikationen erworben werden mussten. Hier finden Sie die Datenbank mit den reglementierten Berufen.

Für nicht-reglementierte Berufe ist die Anerkennung keine Voraussetzung für die Berufsausübung, kann Ihrem Arbeitgeber jedoch Ihre Qualifikationen verständlicher machen. Deshalb empfiehlt sich eine Anerkennung der Berufsqualifikationen.

Informationen zur Anerkennung erhalten Sie bei Anerkennung in Deutschland.

Beratung über Qualifizierungsmöglichkeiten, wenn Sie keine Vollanerkennung bekommen haben, erhalten sie hier.

Bitte beachten sie: Das Anerkennungsverfahren ist in der Regel gebührenpflichtig.

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Seit dem 01.03.2020 erleichtert das Fachkräfteeinwanderungsgesetz die Einwanderung qualifizierter Fachkräfte aus Drittstaaten. Mit dem beschleunigten Verfahren wird das Anerkennungsverfahren vereinfacht und dadurch zeitlich verkürzt. Nähere Informationen finden Sie hier  und in diesem Erklärvideo bei Youtube.

Ausländische HochschulabsolventInnen

Aufenthaltsbestimmungen ausländischer AbsolventInnen deutscher Hochschulen

Nach dem Studium können ausländische Studierende eine Arbeit annehmen, die ihrem Studium angemessen ist, das heißt, die mit dem übereinstimmt oder zu tun hat, was sie studiert haben. Den benötigten Aufenthaltstitel erteilt die zuständige Ausländerbehörde. Wenn nach dem Abschluss noch kein entsprechendes Arbeitsplatzangebot vorliegt, ist es möglich, von der Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis für 18 Monate zur Suche nach einem ihrer Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz zu erhalten. In dieser Zeit darf jede Tätigkeit aufgenommen werden, die den Lebensunterhalt sichert.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage des Auswärtigen Amts.

Einreisevisum für die Arbeitsplatzsuche

Wenn ausländische HochschulabsolventInnen einen deutschen oder anerkannten oder einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbaren ausländischen Hochschulabschluss haben, können sie für die Arbeitsplatzsuche einreisen. Von der Ausländerbehörde erhalten sie einen Aufenthalt von bis zu sechs Monaten. In dieser Zeit können sie einen Arbeitsplatz suchen. Wichtig ist, dass sie genügend Geld für die Lebensunterhaltssicherung während des Aufenthaltes nachweisen können. Während dieser sechs Monate dürfen sie keine Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit ausüben. Liegt dann ein entsprechendes Arbeitsangebot vor, kann der Bewerber die Blaue Karte EU oder eine Aufenthaltserlaubnis bei der Ausländerbehörde beantragen und darf bleiben, ohne vorher auszureisen.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage des Auswärtigen Amts.

Blaue Karte EU

Alle Akademikerinnen und Akademiker mit einem anerkannten Hochschulabschluss oder mit Hochschulabschluss, der einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbar ist, können seit dem 1. August 2012 den Aufenthaltstitel „Blaue Karte EU“ erhalten. Dafür müssen Sie einen der Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz in Deutschland vorweisen. Und ein jährliches Bruttogehalt in Höhe von mindestens 55.200 Euro. Akademische Fachkräfte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sowie Ärztinnen und Ärzte können auch eine „Blaue Karte EU” erhalten, wenn sie genauso viel verdienen wie vergleichbare inländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, mindestens jedoch 43.056 Euro brutto im Jahr. In diesem Fall muss die Bundesagentur für Arbeit Ihrer Beschäftigung zustimmen. Diese Zustimmung ist nicht erforderlich, wenn Sie Ihren Hochschulabschluss in Deutschland erworben haben.

Weitere Informationen zur Blauen Karte EU finden Sie hier.

Sprache

Deutschkurse

Deutschkenntnisse erleichtern Ihren beruflichen und privaten Alltag und geben Ihnen die Möglichkeit intensiver am reichen kulturellen Leben unserer Region Freiburg – Oberrhein teilzunehmen.

Die deutsche Sprache erlernen

Es gibt vielfältige Möglichkeiten die deutsche Sprache zu erlernen. Am besten Sie beginnen bereits in Ihrem Heimatland mit dem Erlernen der deutschen Sprache. In Deutschland bieten Schulen, Universitäten, Kulturzentren, Vereine, Volkshochschulen und kommerzielle Sprachschulen Deutschkurse an. Hier können Sie nach Sprachkursen/-schulen in der Region suchen: Sprachschulen

Info: Beachten Sie auch die Regelungen, die für den Ehegattennachzug gelten, die Informationen gibt es in vielen weiteren Sprachen unter Ehegattennachzug

Integrationskurse

Für zugewanderte Personen, die auf Dauer in Deutschland leben, werden spezielle Integrationskurse angeboten. Diese Kurse bestehen aus einem Sprachkursteil, einer Sprachprüfung und einem Kurs über Geschichte, Politik und Gesellschaft (Orientierungskurs), der auch mit einer Prüfung abgeschlossen wird. Ob Sie berechtigt oder verpflichtet sind, einen Integrationskurs zu besuchen, hängt unter anderem von Ihrem Herkunftsland, Ihren Deutschkenntnissen und der Art Ihres Aufenthaltstitels ab. Die genauen Bedingungen werden im Einzelfall von der zuständigen Ausländerbehörde geprüft. Die Kurse werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bezuschusst. Unter bestimmten Umständen können Sie ganz von den Kosten befreit werden. Weitere Informationen dazu – auch in vielen weiteren Sprachen – erhalten Sie hier: Make it in Germany – Integrationskurse

Info
In Deutschland werden regional zum Teil sehr unterschiedliche Dialekte gesprochen. Also keine Angst, wenn Sie trotz aller Grammatik- und Vokabelübungen nicht sofort alles verstehen. Schritt für Schritt werden Sie es schaffen!

Wohnen in Deutschland

Unterkunft für die ersten Wochen

Für die ersten Wochen bietet es sich an in Hotels, Jugendherbergen, Wohnungen auf Zeit oder bei privat vermieteten Mitwohngelegenheiten unterzukommen. Hier eine Übersicht mit Unterkünften: Landkreis Breisgau Hochschwarzwald, Landkreis Emmendingen, Stadt Emmendingen, Ortenaukreis, Stadt Offenburg, Stadt Freiburg, Homecompany Freiburg

Wohnraumsuche

Wenn Sie einen Wohnraum in der Region Freiburg Südlicher – Oberrhein suchen, finden Sie Angebote über:

  • Internet: Immobilienseiten/ regionale Tageszeitungen (z.B. Badische Zeitung, Offenburger Tageblatt)
  • Regionale Tageszeitung/ Anzeigenblätter
  • Makler
  • Wohnungsbaugenossenschaften

Info:

  • Häuser und Wohnungen werden in der Regel unmöbliert angeboten. Mietpreise können je nach Stadt und Gemeinde variieren. Die Zimmerangabe bei Anzeigen bezieht sich auf die Wohn- und Schlafräume. In der Regel kommen noch ein Bad und eine Küche dazu. Die Küche ist in den meisten Fällen nicht eingerichtet.
  • Mietpreis: Der Mietpreis setzt sich in der Regel aus der Kaltmiete und den Nebenkosten zusammen. Nebenkosten setzten sich aus zum Beispiel Strom, Wasser, Heizung und Müllentsorgung zusammen. Fragen Sie nach, welche Kosten in den Nebenkosten enthalten sind.
  • Makler: Bei der Vermittlung einer Wohnung durch einen Makler fallen für den Mieter keine Maklergebühren mehr an. Ausnahme: Wenn Sie als Mieter einen Makler engagieren, dann müssen Sie eine Maklerprovision zahlen.

Abkürzungen bei Wohnungsanzeigen

2-Zi-Whg 2-Zimmer-Wohnung MM: Monatsmiete
Abstellk: Abstellkammer NK / NBK: Nebenkosten
Blk / Balk.: Balkon NR: Nichtraucher
DG: Dachgeschoss OG: Obergeschoss
D: Diele RH: Reihenhaus
DU: Dusche Stellpl.: Stellplatz
EBK: Einbauküche TG: Tiefgarage
EFH: Einfamilienhaus warm/WM: Warmmiete
EG: Erdgeschoss Wfl.: Wohnfläche
HK: Heizkosten WG: Wohngemeinschaft
KM: Kaltmiete WK: Wohnküche
KT Kaution ZH: Zentralheizung

 

Mietvertrag unterschreiben

Vor dem Einzug unterschreiben Sie den Mietvertrag. Der legt unter anderem auch fest, wie viel Sie pro Monat für die Unterkunft zahlen. Prüfen Sie vor der Unterschrift, welche Kosten in der Miete enthalten sind und welche Kosten zusätzlich entstehen können.

Einziehen

Telefon, Internet und Energieversorgung melden Sie bei den jeweiligen Anbietern an und bezahlen diese separat. Müllgebühren werden jährlich entrichtet. In Deutschland muss außerdem jeder Haushalt, unabhängig von der Zahl der Personen, eine monatliche Rundfunkgebühr für die öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehkanäle zahlen. Ein Stellplatz für ein Auto ist in der Regel nicht zwingend im Mietpreis enthalten und muss gegebenenfalls angemietet werden. In manchen Stadtteilen können Anwohnerparkausweise beantragt werden, für die gesonderte Parkplätze vorgehalten werden.

Nach dem Umzug

Meldepflicht

Bitte beachten Sie die Meldepflicht in Deutschland. Sie müssen sich innerhalb von zwei Wochen nach Ihrem Einzug in die neue Wohnung im Einwohnermeldeamt (Bürgeramt / Bürgerbüro / Rathaus) an Ihrem Wohnort angemeldet haben. Das gilt auch, wenn Sie bei Verwandten oder Bekannten einziehen oder zunächst in einem Wohnheim untergebracht sind. Dies gilt nicht, wenn sie zunächst in einem Hotel wohnen. Sie können sich in der Regel nur mit einer Privatadresse anmelden – fragen Sie bei der Meldebehörde nach. Die Meldung beim Einwohnermeldeamt ist kostenfrei. Sie müssen sich persönlich anmelden und Ihren Ausweis bzw. Pass vorlegen.

Wer sich zu spät meldet, dem droht ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro. Ob man bei einer verspäteten Anmeldung eine Strafe zahlen muss, hängt aber auch immer vom Einzelfall ab.

Bringen Sie für die Anmeldung Ihres Wohnsitzes die Bestätigung des Vermieters bzw. des Wohnungsgebers mit. In der Regel erhalten Sie eine solche Bestätigung schriftlich vom Vermieter. Die Bestätigung des Vermieters kann aber auch elektronisch an die Meldebehörde übermittelt werden.

Nicht vergessen: Bringen Sie auch unbedingt Ihren Nachnamen an den Briefkasten und die Türklingel an, da Sie ansonsten keine Post erhalten.

Strom, Gas und Wasser
Wenn Strom, Gas und Wasser nicht in den Mietnebenkosten enthalten sind, müssen Sie sich selbst einen Anbieter suchen und einen Vertrag abschließen. Es gibt verschiedene Anbieter. Sie können sich selbst einen aussuchen und direkt mit dem Anbieter den Vertrag abschließen. Öko-Strom Anbieter gibt es in fast allen Städten. Die Kosten werden monatlich bezahlt und berechnen sich anhand einer Schätzung des jährlichen Verbrauchs. Die Höhe hängt von der Anzahl der Personen ab. Am Ende des Jahres wird der exakte Verbrauch ermittelt und Sie erhalten Geld zurück, wenn Sie weniger verbraucht haben oder müssen etwas nachzahlen, wenn Sie mehr verbraucht haben.

Telefon & Internet
In Deutschland gibt es viele verschiedene Anbieter für Telekommunikationsdienstleistungen. Viele bieten vergünstigte Pakete für Telefon und Internet an. Tipp: Das Einrichten des Telefon- und Internetanschlusses kann mehrere Wochen dauern, setzten Sie sich schon vor Ihrem Umzug mit einem Anbieter in Verbindung.

Gebühren für Fernsehen und Radio
In Deutschland werden für öffentliches Radio und Fernsehen Rundfunkgebühren erhoben. Über den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio werden pauschale Kosten pro Haushalt erhoben. Jeder Haushalt, unabhängig von der Anzahl der Personen, ist dazu verpflichtet, den monatlichen Rundfunkbeitrag zu zahlen. Weitere Informationen finden Sie beim Rundfunkbeitrag.

Praktische Tipps

Nachtruhe
Üblicherweise wird zwischen 22- 6 Uhr kein Lärm gemacht, das heißt zum Beispiel, dass man Musik auf Zimmerlautstärke hört.

Haustiere
Klären Sie mit Ihrem Vermieter ab, ob Haustiere erlaubt sind.

Leitungswasser
Leitungswasser kann in Deutschland zum Trinken und Kochen verwendet werden. Es gilt als das am stärksten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland.

Mülltrennung
Die Menschen in Deutschland sind sehr umweltbewusst und achten auf Recycling und Mülltrennung. Bitte machen Sie sich mit den örtlichen Recycling-Regeln vertraut.

Bei den zuständigen Behörden, meist Rathaus oder Bürgerservice, erhalten Sie die entsprechenden Informationen (siehe auch Links zum Thema) oder Sie erkundigen sich einfach bei einem Nachbarn. Ganz allgemein gilt: In Deutschland wird alles recycelt. Wir haben für Sie eine Übersicht mit den wichtigsten Regeln zusammengestellt.

Altpapier:
Zeitungen, Zeitschriften, Kartons und jegliches Verpackungsmaterial aus Papier oder Pappe gehört in die Altpapiertonne, die Tonne ist entsprechend beschriftet.

Plastik:
Ganz einfach alle Dinge, die mit dem Grünen Punkt versehen sind, landen in der gelben Tonne. Außerdem Aluminium, Blechdosen, Plastikverpackung und -behälter, Styropor und Sachen aus Verbundstoff wie Getränketüten. Hier finden Sie Tipps dazu.

Biomüll:
Küchenabfälle, Schalen, Essensreste, Kaffeefilter, Teebeutel und Grünschnitt aus Ihrem Garten gehört in die Biotonne.

Hausmüll:
Der übrige Abfall landet in der so genannte Restmüll-Tonne. Dazu zählen beispielsweise Zigarettenpackungen, Hygieneartikel, Lumpen, Windeln und alte Küchengerätschaften.

Flaschenpfand:
Auf Plastikflaschen und Blechdosen wird 25 Cent Pfand und auf Glasflaschen 8-15 Cent Pfand beim Kauf erhoben. Dieses Pfandsystem deckt alle Milchprodukte, kohlensäurehaltigen Getränke, Wasser und Bier ab. Wein und stille Getränke sind ausgeschlossen. Ihr Pfand bekommen Sie zurück, wenn Sie die Flaschen zurück in den Supermarkt oder Getränkeladen bringen, dort stehen entsprechende Automaten bereit.

Altglas:
Jegliches Glas, auf das kein Pfand erhoben wird, bringen Sie zu einem der Sammelcontainer, die an verschiedenen Plätzen überall in der Stadt bereit stehen. Das Glas wird nach Farben sortiert: grün, weiß und braun.

Altkleider und Schuhe:
Altkleider und Schuhe werden oftmals am Haus direkt von Wohltätigkeitsorganisationen abgeholt, die ihre Sammelaktion ein paar Tage vorher ankündigen. Überall in der Stadt/ Gemeinde stehen aber auch Container, die von verschiedenen kommerziellen Organisationen geleert werden.

Elektronische Geräte, Kleingeräte und Möbel:
Dieser so genannte Sperrmüll wird drei bis vier Mal im Jahr abgeholt, die Daten werden bekannt gegeben oder Sie müssen bei der zuständigen Behörde die Abholung beantragen.

Außerdem bieten Wertstoffhöfe die Möglichkeit, verschiedene nicht mehr gebrauchte und/oder kaputte Dinge zu entsorgen. Erkundigen Sie sich dazu bei Ihrem zuständigen Landratsamt.

Gesundheit

Das deutsche öffentliche Gesundheitssystem ist sehr modern und qualitativ hochwertig. Mit der obligatorischen Krankenversicherung wird jeder Mensch in Deutschland medizinisch versorgt. Die Region Südlicher Oberrhein bietet Ihnen ein großes Angebot an Allgemeinmedizinern, Fachärzten und Krankenhäusern. Im Folgenden finden Sie Hinweise und Tipps zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen und Hilfe im Notfall.

Die Krankenversicherung

Wenn Sie ein Deutschland eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle haben, sind Sie krankenversichert – entweder als Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung oder einer privaten Krankenversicherung. Werden Sie krank, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die medizinische Behandlung. Hier sehen Sie, welche Leistungen die Krankenkasse übernimmt:

ambulante ärztliche Behandlungen

zahnärztliche Versorgung

Medikamente

stationäre Aufenthalte und Behandlungen in Krankenhäusern

medizinisch erforderliche Rehabilitationsmaßnahmen

Leistungen für Schwangere und bei der Entbindung

Eheleute sind in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert (sog. Familienversicherung). Dies ist nur möglich, wenn der oder die Ehepartner/in nicht arbeitet. Das Gleiche gilt für Ihre Kinder.

Die Gesundheitskarte: Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung erhalten Sie die elektronische Gesundheitskarte. Diese muss bei jedem Arztbesuch vorgelegt werden. Die Ärztin oder der Arzt rechnet die Kosten direkt mit Ihrer Krankenversicherung ab. Mitversicherte Ehepartner und Kinder haben jeweils eine eigene Karte.

Der Arztbesuch

Sie können selbst entscheiden, zu welcher Ärztin oder welchem Arzt Sie gehen wollen. Erste Anlaufstelle ist in der Regel Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin. Bei Bedarf werden Sie zu einer Fachärztin oder einem Facharzt oder in ein Krankenhaus überwiesen. Wo Sie eine Ärztin oder einen Arzt Ihres Vertrauens finden, erfahren Sie bei der KVWB, dort können Sie auch anfragen, wo es einen Arzt gibt, der Ihre Sprache spricht.

Tipp: Normalerweise vereinbart man telefonisch einen Termin in der Arztpraxis. Dadurch verringern sich die Wartezeiten. In dringenden Fällen können Sie aber auch direkt vorbeikommen.

Tipp: Sie brauchen medizinische Hilfe und Ihr Arzt hat gerade keine Sprechzeit, dann können Sie sich über die kostenfreie Rufnummer 116 117 über den ärztlichen Bereitschaftsdienst informieren.

Medikamente

Medikamente können Sie ausschließlich in Apotheken erhalten. Dort können Sie das Rezept für ein Medikament einreichen und lediglich eine Zuzahlung leisten. Das Rezept erhalten Sie von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. In der Apotheke direkt können Sie auch frei erhältliche Medikamente ohne Rezept kaufen. Diese müssen Sie selbst bezahlen.

Krankenhaus

Direkt ins Krankenhaus gehen Sie nur im Notfall. Normalerweise überweist Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt Sie dorthin. Die Kosten für den Krankenhausaufenthalt sind sehr hoch, werden in der Regel aber von der Krankenversicherung übernommen. Im Zweifelsfall sollten Sie vorher nachfragen, welche Behandlungskosten durch Ihre Versicherung abgedeckt sind.

Was tun im Notfall?

Im Notfall haben Sie zwei Möglichkeiten:

Die Telefonnummer 112 wählen Sie bei Lebensgefahr und in ernsten Fällen. Mit dieser Nummer erreichen Sie den Not- und Rettungsdienst. Die Telefonnummer gilt überall in Deutschland. Nach spätestens 15 Minuten ist ein Rettungswagen bei Ihnen. Es fallen bei der Notrufnummer keine Telefongebühren an.

Sie können auch selbständig zur Notaufnahme eines Krankenhauses fahren, wenn Sie dazu in der Lage sind. Die Notaufnahmen sind rund um die Uhr geöffnet.

Am Wochenende, an Feiertagen oder nachts finden Sie Hilfe beim ärztlichen Not- und Bereitschaftsdienst im Krankenhaus, einer Ärztin bzw. einem Arzt oder einer Apotheke in Ihrer Nähe. Viele Tageszeitungen informieren täglich, welche Ärztinnen oder Ärzte und Apotheken Sie in diesen Fällen aufsuchen können.

Informationen über die Krankenversicherung und Gesundheit in Deutschland, in 40 verschiedenen Sprachen, finden Sie hier:

Krankenversicherung in Deutschland für Ausländer

Familie

Visum – Einreise für Familienangehörige

  • EU – Bürgerinnen und EU-Bürger: Als EU-Bürgerin oder EU-Bürger können Ihr Ehepartner und Ihre Kinder ohne Einschränkungen in Deutschland leben und arbeiten. Eine spezielle Aufenthaltserlaubnis müssen Sie nicht beantragen.
  • Bürgerinnen und Bürger aus Drittstaaten: Es gelten einige Voraussetzungen, um mit Ihrer Familie nach Deutschland einzureisen:
    • Sie haben als Arbeitnehmer eine Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis oder eine „Blaue Karte EU” für Deutschland.
    • Sie haben erfolgreich eine Wohnung in Deutschland gemietet, die ausreichend Platz für Ihre Familie bietet.
    • Sie verfügen über ausreichend finanzielle Mittel, um für Ihre Familie zu sorgen.
    • Ihr Ehepartner ist volljährig, also mindestens 18 Jahre alt.
    • Deutschkenntnisse: Grundlegende Deutschkenntnisse sollten vorhanden sein.

Mit Kindern nach Deutschland: Natürlich können Sie auch Ihre Kinder nach Deutschland mitbringen. Denn: Wenn Sie und Ihr Ehepartner eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland haben oder Sie als Alleinerziehender das Sorgerecht haben, bekommen Ihre Kinder im Alter von bis zu 16 Jahren ebenfalls eine Aufenthaltserlaubnis. Für Kinder über 16 Jahren gelten spezielle Regeln. Diese erfragen Sie am besten in der deutschen Botschaft Ihres Heimatlandes oder in einer Ausländerbehörde in Deutschland.

Wie Sie Ihre Familie nach Deutschland holen

Schritt 1 – in Ihrem Heimatland: Ihr Ehepartner und Ihre Kinder gehen in Ihrem Heimatland in eine deutsche Botschaft oder ein Konsulat. Dort beantragen Sie einen Aufenthaltstitel für Deutschland, der durch den Familiennachzug begründet ist.

Schritt 2 – in Deutschland: Wenn Ihre Familie in Deutschland angekommen ist, melden Sie Ihre Familienmitglieder beim Einwohnermeldeamt und bei der zuständigen Ausländerbehörde an. Dafür müssen Sie die Pässe, Geburts- und Heiratsurkunden, Gehalts- oder Steuerbescheinigungen sowie Mietnachweise zusammenstellen. Fragen Sie bei der Behörde nach, welche weiteren Dokumente notwendig sind.

Möglichkeiten für Familienangehörige in Deutschland

Arbeit
Mit der Erteilung des Aufenthaltstitels erhalten Ihre miteingereisten Familienangehörigen sofort das uneingeschränkte Recht, einer Erwerbstätigkeit in Deutschland nachzugehen.

Bildung
Für Ihre Kinder – egal in welchem Alter – stehen vielfältige Betreuungs- und Ausbildungsmöglichkeiten zur Auswahl. Sie reichen von Kinderkrippe über Grundschule und Gymnasium bis zum Hochschulstudium, sind wohnortnah und sehr gut ausgestattet. Während die Kinderbetreuung kostenpflichtig ist, ist Schulbildung an öffentlichen Einrichtungen in Deutschland kostenlos – und in der Regel sehr gut.

In der Region Südlicher Oberrhein gibt es unterschiedliche Formen der Kinderbetreuung, die Sie wohnortnah in Anspruch nehmen können, um Familie und Beruf zu vereinbaren.

Möglichkeiten der Kinderbetreuung

Es gibt in Deutschland viele Möglichkeiten der Kinderbetreuung, darunter gibt es auch internationale Betreuungsangebote. In der Region Südlicher Oberrhein gibt es unterschiedliche Formen der Kinderbetreuung, die Sie wohnortnah in Anspruch nehmen können, um Familie und Beruf zu vereinbaren.

Es gibt Betreuungsangebote für Kinder unter 3 Jahre und über 3 Jahre. Die Kosten für die Kinderbetreuung sind unterschiedlich und hängen unter anderem von der Länge der Betreuungszeit der Kinder ab.

Allgemeine Informationen zum Thema Kinderbetreuung finden Sie hier.

Ab dem 6. bis zum 18. Lebensjahr besteht in Deutschland Schulpflicht.

Schulen für Ihre Kinder

Die meisten Schulen in Deutschland sind staatlich – und damit kostenlos. Viele Schulen bieten eine zusätzliche Ganztagsbetreuung an, die Zahl der Ganztagesbetreuung wächst. Auf Grund der großen Nachfrage nach Ganztagesbetreuung sollten Sie Ihr Kind so früh wie möglich anmelden. Da Sie die Schule zunächst nach dem Wohnort aussuchen, gehen Sie über die jeweilige Seite Ihres Wohnortes, um die passende Schule für Ihr Kind / Ihre Kinder zu finden. Wenn Sie Hilfe brauchen, sprechen Sie uns gerne an.

Info
Es gibt verschiedene Schularten in Deutschland. Zunächst besuchen alle Kinder vier Jahre lang die Grundschule im Wohnort. Danach gehen Sie auf eine Weiterführende Schule, hier wird zwischen Haupt-, Real-. Werkreal-, Gesamtschule und Gymnasium unterschieden. Über die unterschiedlichen Schularten sollten Sie sich genau informieren, um dann die richtige Schule für Ihr/e Kind/er auswählen zu können. Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier.

Tipp
Kinder und Jugendliche, die im Laufe ihrer Schulzeit nach Deutschland kommen, brauchen besondere Unterstützung. Für sie gibt es Vorbereitungs-, Förder- oder auch Sprachlernklassen, in denen sie von spezifisch qualifizierten Lehrkräften begleitet werden, bevor sie in die regulären Schulklassen wechseln.
Welche Angebote es für Ihr Kind gibt, erfahren Sie beim Schulamt Freiburg (zuständig für die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und Freiburg) oder beim Schulamt Offenburg (zuständig für den Ortenaukreis) oder bei den örtlichen Jugendmigrationsdienst (JMD). Auch das Welcome Center hilft Ihnen bei Fragen gerne weiter, sprechen Sie uns an.

Staatliche Leistungen

Der deutsche Staat unterstützt Familien mit folgenden Leistungen:

  • Während und nach der Schwangerschaft haben Sie Anspruch auf eine Betreuung durch einen Arzt oder Hebamme, wenn Sie krankenversichert sind.
  • Berufstätigen Schwangeren wird ein Mutterschutz gewährt, der sechs Wochen vor der Geburt beginnt und 8 Wochen nach der Geburt endet.
  • Wenn Sie Beschäftigte sind, dann haben Sie bis zum dritten Lebensjahr Ihres Kindes Anspruch auf Elternzeit.
  • Darüber hinaus haben Sie Anspruch auf Elterngeld für die ersten 14 Monate nach der Geburt Ihres Kindes, wenn Sie Ihr Kind vorrangig selbst betreuen und deshalb nicht voll erwerbsfähig sein können.
  • Betreuungsgeld erhalten Sie ab dem 15. maximal bis zum 36. Lebensmonat des Kindes, wenn Ihr Kind keine frühkindliche Betreuung in öffentlich bereitgestellten Tageseinrichtungen in Anspruch nimmt.
  • Bis zum 18. Lebensjahr (in manchen Fällen bis zum 25. Lebensjahr) erhalten Sie Kindergeld für Ihre Kinder.

Weitere Informationen zum Thema Familie finden Sie hier.

Bildung – Weiterbildung

Ausbildung

Eine gute Ausbildung ist die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Um in Deutschland einen Arbeitsplatz zu finden, ist es wichtig, eine Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen zu haben.

Gute Karriereperspektive – mit einer Berufsausbildung sind Sie fit für die Zukunft. Denn engagierte Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt. In manchen Bereichen werden sogar mehr ausgebildete Fachkräfte als Akademikerinnen und Akademiker gebraucht.

Eine Berufsausbildung in Deutschland dauert in der Regel zwei bis dreieinhalb Jahre und verläuft meistens im so genannten dualen System. Das duale Ausbildungssystem ist eine Besonderheit in Deutschland. Das heißt: Die praktische Ausbildung im Betrieb wird kombiniert mit theoretischen Lernphasen in der Schule. Die Kombination aus Theorie und Praxis bereitet Auszubildende besonders gut auf das vor, was Firmen von ihnen erwarten: nicht nur Fachwissen, sondern auch praktische Erfahrungen werden erlernt, um das Wissen anzuwenden. Manche Ausbildungen – zum Beispiel im Pflegebereich – werden nur in Schulen angeboten.
Voraussetzung für den Zugang zu einer Berufsausbildung ist in der Regel mindestens ein Hauptschulabschluss.
In Deutschland gibt es rund 400 Ausbildungsberufe. Informationen zu den verschiedenen Ausbildungsberufen finden Sie bei der Agentur für Arbeit: im Internet/ vor Ort im Berufsinformationszentrum (BIZ) / bei einem persönlichen Beratungsgespräch.

Der/die Auszubildende muss sich bei einem Unternehmen für eine Ausbildung bewerben. Vor Beginn der Berufsausbildung schließt der/die Auszubildende mit dem Ausbildungsbetrieb einen schriftlichen Ausbildungsvertrag ab. Er regelt die Bestandteile und Ziele der Ausbildung. Das ausbildende Unternehmen meldet den/die Auszubildenden bei der Berufsschule und bei der Sozialversicherung an.

Visum für die Ausbildung?

  • Bürgerinnen und Bürger der EU, Liechtensteins, Islands, Norwegens oder der Schweiz benötigen für die Einreise nach Deutschland und für die Aufnahme einer Ausbildung kein Visum.
  • Bürgerinnen und Bürger aus anderen Staaten benötigen ein Visum. Das Visum können Sie bei der zuständigen Auslandsvertretung in Ihrem Land beantragen. Damit Ihr Antrag Erfolg hat, sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:
    • Sie haben bereits einen Ausbildungsplatz bei einem Unternehmen in Deutschland gefunden.
    • Die Bundesagentur für Arbeit hat Ihrer Ausbildung zugestimmt, weil für die konkrete Stelle keine deutschen oder bevorrechtigten ausländischen Bewerber (zum Beispiel aus anderen EU-Staaten) zur Verfügung stehen.
  • Bei dem Visumsantrag müssen Sie – unabhängig davon, ob Sie eine duale oder eine schulische Ausbildung absolvieren möchten – nachweisen, dass Sie Ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren können.

Tipp: Wenn Sie eine Ausbildung in Deutschland aufnehmen wollen, sind gute Deutschkenntnisse wichtig!

Weitere Informationen zum Thema Ausbildung und welche Ausbildungsberufe gefragt sind, finden sie bei Make it in Germany – Ausbildung

Studium

In Deutschland und in der Region Südlicher Oberrhein gibt es verschiedene Arten von Hochschulen:

  • Universitäten
  • Technische Hochschulen
  • Musik- und Kunsthochschulen
  • Pädagogische Hochschulen
  • Fachhochschulen
  • Verwaltungshochschulen

Voraussetzungen für ein Studium ist je nach Hochschultyp die Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Bei ausländischen Abschlüssen entscheidet das akademische Auslandsamt oder das Studierendensekretariat der Hochschule, ob die Voraussetzungen für ein Studium vorliegen. Inwiefern Studienleistungen, die bereits in einem anderen Land absolviert wurden, auf ein Studium in Deutschland angerechnet werden können, entscheidet die Hochschule selbst.

Bewerbung um einen Studienplatz
Wollen Sie zum Wintersemester Ihr Studium beginnen, müssen Sie sich in der Regel bis spätestens 15. Juli bewerben. Für einen Studienbeginn im Sommer sollten Sie Ihre Unterlagen üblicherweise bis zum 15. Januar einreichen. Für einzelne Studienfächer können weitere Bedingungen und andere Bewerbungsfristen gelten. So brauchen Sie in manchen Fächern einen bestimmten Notenschnitt oder müssen eine Aufnahmeprüfung bestehen. Informieren Sie sich bei der Hochschule, welche Fristen und Voraussetzungen gelten.

Studiengebühren
An staatlichen Hochschulen in Baden-Württemberg werden keine Studiengebühren für das Erststudium erhoben, es muss nur ein Semesterbeitrag (Pauschale für Verwaltungskosten, variiert je nach Hochschule) bezahlt werden. An privaten Hochschulen fallen in der Regel Studiengebühren an.

Hochschulen in der Region
Wissenschaft und Forschung nehmen in der Region Südlicher Oberrhein eine zentrale Rolle ein. Eine Vielzahl von herausragenden Hochschulen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen machen die Region zu einem der führenden Wissenschafts- und Forschungsstandorte in Deutschland.

Staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen

Arbeiten während des Studiums
Studierende in Deutschland benötigen im Durchschnitt rund 800€ pro Monat für ihren Lebensunterhalt. Einen Teil davon können Sie sich über einen Studentenjob verdienen. Wie viel Sie während des Studiums arbeiten dürfen, ist von Ihrem Herkunftsland abhängig:

  • Studierende aus der EU, aus Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz dürfen wie deutsche Studierende bis zu 20 Stunden pro Woche neben den Vorlesungszeiten arbeiten. In den Semesterferien können sie uneingeschränkt Geld verdienen.
  • Wer aus einem Land außerhalb der EU oder aus Kroatien kommt, kann 120 volle oder 240 halbe Tage im Jahr ohne Zustimmung der zuständigen Behörde (Zentrale Auslands- und Fachvermittlung) arbeiten.

Praktikum während des Studiums
Natürlich dürfen Studierende auch Praktika machen. Praktika sind wichtig um die Arbeitswelt kennenzulernen, Wissen zu erwerben und Kontakte zu knüpfen, die einem später bei der Arbeitsuche helfen können.

Stipendien
Durch Stipendien und andere Fördermittel besteht auch die Möglichkeit Geld zu erhalten. Mehr dazu erfahren Sie beim DAAD

Weitere Informationen rund um das Thema Studium und welche Chancen Sie nach Ihrem Studium in Deutschland haben, erfahren Sie bei Make it in Germany – Studieren und beim  Hochschul-Kompass.

Weiterbildung

In Deutschland gibt es viele Möglichkeiten, sich auch nach der Schule oder der Universität weiterzubilden. Im Rahmen der Erwachsenbildung können Sie allgemeine Qualifikationen oder Abschlüsse erwerben. Es gibt Tages- oder Abendkurse, aber auch Unterricht von zu Hause aus. Im Internet sowie im Branchenbuch finden Sie viele Institute für Aus- und Weiterbildungen. Es gibt neben öffentlichen Trägern wie zum Beispiel der Volkshochschule auch eine Vielzahl an privaten Dienstleistern.
Die Bundesagentur für Arbeit ist wichtiger Ansprechpartner, wenn es um berufliche Weiterbildung geht.  Hier erhalten Sie weitere Informationen.

Geld und Bank

Die Geldwährung in Deutschland ist der Euro. Der Zahlungsverkehr in Deutschland erfolgt vorrangig durch Barzahlung oder auch mit EC- und Kreditkarten. Sie sollten immer Bargeld dabei haben, da z.B. beim Bäcker oder im Kiosk teilweise nur in bar bezahlt werden kann.  Um die Miete für Ihre Wohnung zu bezahlen und Ihr monatliches Gehalt vom Arbeitgeber zu erhalten benötigen Sie ein deutsches Bankkonto.

Geld und Einreise
Beachten Sie bei der Einreise, dass nur ein bestimmter Betrag an Bargeld (umgerechnet maximal 10. 000 €) eingeführt werden darf. Informieren Sie sich vor der Einreise beim Konsulat oder deutschen Zoll über die genauen Bedingungen.

Nicht in allen deutschen Banken ist es immer möglich, ausländische Währung in Euro zu tauschen. Oftmals lässt sich Geld dort jedoch nach vorheriger Anfrage tauschen. In Reisebanken, zum Beispiel am Flughafen oder Bahnhof, kann fremdländische Währung kostenpflichtig getauscht werden.

Bankkonto
Die gängigste Form des Bankkontos in Deutschland ist das Girokonto. Mit dem Girokonto können Sie Geld am Geldautomat abheben, in Geschäften mit EC-Karte bezahlen, Überweisungen tätigen, Internet-Banking nutzen und Ihr Gehalt beziehen.  Zu einem Girokonto bekommen Sie eine EC-Karte. Mit dieser und einer dazugehörigen vierstelligen Geheimzahl können Sie rund um die Uhr Geld abheben und in den meisten Geschäften bezahlen. Beim Abheben von Geld bei anderen Banken entstehen Gebühren.

Kontoeröffnung
Vergleichen Sie verschiedene Banken und deren Leistungen. Je nach Bank fallen unterschiedliche Gebühren für zum Beispiel Kontoführung oder Überweisungen an und es werden unterschiedliche Leistungen, wie beispielsweise eine kostenfreie Kreditkarte oder Online-Banking, angeboten. Am besten sie informieren sich persönlich bei einer Bank Ihrer Wahl.

Für die Kontoeröffnung in einer deutschen Bank benötigen Sie eine Meldeadresse in Deutschland. Sie müssen sich also vor der Eröffnung eines Bankkontos beim Einwohnermeldeamt anmelden.

Kreditkarte
Wenn Sie ein Girokonto haben, dann können Sie eine Kreditkarte beantragen. Voraussetzung zum Erhalt einer Kreditkarte ist ausreichende Bonität, die häufig in Form regelmäßiger Zahlungseingänge nachgewiesen wird. Die Zahlung mittels Kreditkarte ist in Deutschland im alltäglichen Leben nicht sehr stark ausgeprägt.

Kündigung Konto
Eine Kündigung des Girokontos ist für Sie jederzeit ohne Einhaltung einer Frist möglich. Die Bank darf hierfür keine Gebühren erheben. Auch die Bank hat die Möglichkeit, das Konto zu kündigen.

Weitere Infos auch in vielen weiteren Sprachen erhalten Sie hier.

Versicherungen

Die Krankenversicherung

Wenn Sie in Deutschland eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle haben, sind Sie krankenversichert – entweder als Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung oder einer privaten Krankenversicherung. Werden Sie krank, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die medizinische Behandlung. Hier sehen Sie, welche Leistungen die Krankenkasse übernimmt:

  • ambulante ärztliche Behandlungen
  • zahnärztliche Versorgung
  • Medikamente
  • stationäre Aufenthalte und Behandlungen in Krankenhäusern
  • medizinisch erforderliche Rehabilitationsmaßnahmen
  • Leistungen für Schwangere und bei der Entbindung

Eheleute sind in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert (sog. Familienversicherung). Dies ist nur möglich, wenn der oder die Ehepartner/in nicht arbeitet. Das Gleiche gilt für Ihre Kinder.

Wer muss sich krankenversichern?

Alle Personen, die in Deutschland leben, müssen Mitglied einer Krankenversicherung sein.

Arbeitssuchende Staatsangehörige von Drittstaaten müssen in ihrem Heimatland versichert sein oder eine private Krankenversicherung in Deutschland wählen.

Arbeitssuchende Staatsangehörige der Mitgliedsstaaten der EU können vorübergehend ihre Krankenversicherung behalten, in der sie zuletzt versichert waren. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte EHIC ist eine Behandlung in Deutschland möglich. Sie ist aber beschränkt auf Notfallbehandlungen. Den vollen Leistungsumfang erhalten Ausländer, wenn sie Mitglied einer deutschen Krankenkasse werden.

Sobald man einen Arbeitsplatz gefunden hat, muss man Mitglied einer deutschen Krankenversicherung werden. EU-Bürger müssen dafür das Structured Electronic Document SED 040 oder SED 041 nachweisen, dass sie bereits in dem EU-Heimatland Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung waren. Wenn sie in dem Herkunftsland privat versichert waren, dann müssen sie sich auch in Deutschland bei einer privaten Krankenversicherung anmelden.

Selbstständige können frei wählen, ob sie einer gesetzlichen Krankenversicherung oder einer privaten Krankenversicherung beitreten möchten. Das Gleiche gilt für Arbeitnehmer, die ein Einkommen beziehen, das die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze überschreitet. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt zurzeit bei einem Brutto-Jahreseinkommen von 53.550€.

Weitere Informationen zur Sozialversicherung erhalten Sie bei Make it in Germany – die Krankenversicherung.

Sozialversicherung

Das System der sozialen Sicherung ist in Deutschland sehr gut ausgebaut. Als sozialversicherungspflichtig beschäftigter Arbeitnehmer sind Sie daher grundsätzlich gegen die größten Risiken, wie Krankheit, Arbeitsunfälle oder Arbeitslosigkeit, abgesichert. Für die Mitgliedschaft in den Sozialversicherungen (Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Unfall- und Pflegeversicherung) zahlen Sie einen festen Prozentsatz von Ihrem Arbeitseinkommen. Ihr Arbeitgeber zahlt ebenfalls einen festen Anteil. Beide Anteile zur Sozialversicherung werden direkt von Ihrem Arbeitgeber an die Versicherungen überwiesen.

Aus diesen Versicherungen setzt sich die Sozialversicherung in Deutschland zusammen:

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt die Kosten für Arztbesuche sowie für viele Arzneimittel und Therapiemaßnahmen.

Die gesetzliche Pflegeversicherung bietet eine Grundsicherung für den Fall, dass Sie aufgrund von Krankheit dauerhaft auf Pflege angewiesen sind. Meistens betrifft das Menschen im hohen Alter. Wer privat krankenversichert ist, muss auch eine private Pflegeversicherung abschließen.

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern – nachdem sie in Ruhestand gegangen sind – eine Rente. Die Höhe der Rente bemisst sich grob gesagt vor allem nach dem Einkommen und der Anzahl von Jahren, die man in Deutschland arbeitet.

Die gesetzliche Unfallversicherung trägt die Kosten für die medizinische Behandlung und die Wiedereingliederung ins Arbeitsleben nach einem Arbeitsunfall oder bei Berufskrankheiten.

Die gesetzliche Arbeitslosenversicherung stattet Arbeitslose für eine bestimmte Zeit mit einem Einkommen aus, wenn sie in der Regel in den letzten zwei Jahren mindestens ein Jahr lang versichert waren und wieder Arbeit suchen. Zudem unterstützt die Bundesagentur für Arbeit jeden, der eine Arbeit sucht, durch Beratungs- und Vermittlungsangebote.

Weitere Informationen zur Sozialversicherung erhalten Sie bei Make it in Germany – Sozialversicherung.

Weitere sinnvolle Versicherungen

Neben den gesetzlichen Versicherungen gibt es in Deutschland viele private Versicherungen. Jede Versicherung kostet Geld. Sie sollten gut überlegen, was Sie wirklich brauchen, bevor Sie eine Versicherung abschließen. Zu den gängigsten Versicherungen gehören:

  • Haftpflichtversicherung
  • Hausratsversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Lebensversicherung
  • Kraftfahrzeugs  (KFZ) – Versicherung

Wenn Sie ein Auto oder ein Motorrad besitzen, sind Sie verpflichtet, eine KFZ-Versicherung abzuschließen.
Tipp: Sehr wichtig ist auch die Haftpflichtversicherung. Die Haftpflichtversicherung ist die am meisten verbreitete freiwillige Versicherung in Deutschland, denn sie übernimmt die Kosten, wenn Sie oder ein Familienmitglied aus Versehen einen Schaden verursacht haben.

Weitere Informationen zu Versicherungen und worauf man beim Abschließen einer Versicherung achten sollte finden Sie auch in vielen weiteren Sprachen bei Make it in Germany – Versicherungen.

Transport

Öffentlicher Nahverkehr

Die Region Südlicher Oberrhein hat ein sehr gut ausgebautes Netz des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV), mit dem Sie überall hinkommen. Es gibt in den Städten und Ortschaften sehr viele Haltestellen, an denen Busse oder Straßenbahnen tagsüber mehrmals stündlich Halt machen.
Fahrkarten können Sie entweder an einem Fahrkartenautomaten an der Haltestelle, direkt beim Fahrer oder am Automaten im Verkehrsmittel, sowie an den Verkaufsstellen des Verkehrsverbundes kaufen. Wenn Sie die öffentlichen Verkehrsmittel regelmäßig nutzen, lohnt sich ein Wochen-, Monats- oder Jahresticket. Je länger das Ticket gilt, umso günstiger ist der Preis für die einzelne Fahrt. Für Kinder gelten generell niedrigere Preise. Bestimmte Personengruppen wie Schüler, Studierende, Behinderte und Senioren zahlen nach Vorlage ihres Ausweises ermäßigte Preise. Fahren Sie nie ohne Fahrschein, da regelmäßige Kontrollen durchgeführt werden und Sie ohne Fahrschein ein Bußgeld bezahlen müssen.

In der Region gibt es folgende Verkehrsverbünde:

  • RVF – Regio – Verkehrsverbund Freiburg zuständig für die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und Freiburg
  • TGO – Linie Ortenaukreis zuständig für den Ortenaukreis
  • VAG – Freiburger Verkehrs AG zuständig für die Stadt Freiburg

Fahrrad fahren

Besonders Freiburg ist eine Stadt, in der viele Leute Fahrrad fahren. Für Fahrradfahrende steht ein dichtes Netz an Fahrradwegen zur Verfügung. Es gibt meist eine separate Fahrradspur auf der Straße, denn man darf nicht auf dem Gehweg fahren, sowie eigene Fahrradampeln. Die Nutzung eines Radhelmes ist für Erwachsene freiwillig, allerdings ist ein funktionierendes Licht und eine Klingel Pflicht. Man sollte sein Fahrrad immer gut abschließen um Diebstahl zu vermeiden. Denken Sie daran: Auch als Fahrradfahrer/in müssen Sie sich an die Verkehrsregeln halten, Sie werden von der Polizei kontrolliert und Fehlverhalten wird genau wie beim Autofahren geahndet. Und immer gilt: Seien Sie vorsichtig! Radfahrregeln vom ADFC

Auto

In Deutschland gilt Rechtsverkehr. Das Tempolimit beträgt in Städten 50 Stundenkilometer, in bestimmten Zonen der Städte sind nur 30 Stundenkilometer erlaubt. Auf Landstraßen dürfen Sie in der Regel 100 Stundenkilometer fahren. Auf Autobahnen existiert, wenn nicht anders ausgeschildert, kein generelles Tempolimit. Empfohlen werden 130 Stundenkilometer. Vor allem auf viel befahrenen oder gefährlichen Autobahnabschnitten gelten spezielle Geschwindigkeitsbegrenzungen. Wenn Sie in Deutschland Auto fahren, müssen Sie immer Ihren Führerschein und den Fahrzeugschein für Ihr Auto dabei haben, weil diese bei Verkehrskontrollen der Polizei überprüft werden.
Tipp: Gerade in Städten empfiehlt es sich wegen Staus, den Parkgebühren und dem Mangel an Parkplätzen den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad zu nutzen.

Gilt mein Führerschein in Deutschland?
Bürgerinnen und Bürger der EU, von Liechtenstein, Norwegen und Island: Einsteigen, losfahren. So einfach ist Autofahren für Sie in Deutschland. Denn: Ihr Führerschein gilt im gleichen Umfang wie in Ihrem Heimatland. Umschreiben lassen müssen Sie Ihren Führerschein nicht.

Bürgerinnen und Bürger aus einem anderen Land: Mit Ihrem Führerschein können Sie sechs Monate lang in Deutschland fahren. Diese Frist gilt ab dem Tag, an dem Sie sich in Deutschland anmelden. Am Ende dieser sechs Monate benötigen Sie einen deutschen Führerschein. Ob Sie dafür in Deutschland noch einmal eine Führerscheinprüfung ablegen müssen, hängt davon ab, in welchem Land Sie Ihren Führerschein erworben haben.

Auto anmelden, prüfen lassen und versichern
Alle Autos in Deutschland müssen registriert sein. Die Anmeldung können Sie bei der nächsten Kfz-Zulassungsstelle erledigen. Bringen Sie dazu bitte Ihren Fahrzeugschein (Nachweis, dass der PKW Ihnen gehört) und die Police Ihrer Auto-Versicherung mit. Die Behörde legt je nach Kraftstoff, Motorleistung und Schadstoffklasse die jährliche Kfz-Steuer fest. Wenn Sie Ihr Auto aus dem Ausland mitbringen, erkundigen Sie sich bei der Zulassungsstelle, welche Papiere sie darüber hinaus benötigen.
Neben der Anmeldung muss jedes Auto in Deutschland die Hauptuntersuchung bestehen. Das heißt: Ein Fachmann muss bestätigt haben, dass Ihr Auto technisch sicher ist und die offiziellen Abgasnormen erfüllt. Er wird dann eine Prüf-Plakette auf das Nummernschild Ihres Autos kleben. Die Hauptuntersuchung können Sie bei verschiedenen Anbietern wie etwa bei einer autorisierten Werkstatt in Ihrer Nähe machen lassen. Sie muss in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Sowohl die Hauptuntersuchung als auch die Anmeldung Ihres Autos kostet Gebühren.
Eine Haftpflichtversicherung für das Auto ist vorgeschrieben. Kasko-Policen, die auch Schäden abdecken, die man selbst am Auto verursacht, sind freiwillig.

Weitere Informationen zum Thema Auto und Verkehr erhalten Sie beim ADAC Ratgeber Verkehr

Zu Fuß gehen

In Deutschland ist es üblich, zu Fuß zu gehen, sei es zur Arbeit, zum Einkaufen oder als Freizeitbeschäftigung. Fußgänger finden in Deutschland überall Bürgersteige, Fußgängerbrücken und Fußgängerampeln, die übrigens nicht bei „rot“ überquert werden dürfen.

Taxi

Es ist nicht üblich, dass Taxis einfach an der Straße herangewinkt werden und während der Fahrt angehalten werden, sondern Sie finden überall Taxistände, oder können telefonisch ein Taxi bestellen. Die Preise für die Nutzung des Taxis setzen sich aus dem Grundpreis und dem Kilometertarif zusammen. Gelbe Seiten Taxisuche

Zug

Die Fahrkarten für die Züge kaufen Sie an den Schaltern oder Automaten der Deutschen Bahn im Bahnhof oder auf den Internetseiten der Deutschen Bahn. Die Bahn gilt in Deutschland als komfortables und schnelles Verkehrsmittel. Auf einigen Strecken fahren die Fernzüge bis zu 300 km/h Deutsche Bahn

Fernbusse

Eine Alternative zur Bahn sind Fernbusse. Sie zahlen hierbei in der Regel weniger Geld als für ein Zugticket, müssen sich aber auch auf weniger Komfort einstellen, indem Sie beispielsweise öfters umsteigen müssen. In einigen Städten fahren auch internationale Fernbusse Busliniensuche

Mitfahrgelegenheiten

Eine weitere Option sind Mitfahrgelegenheiten, bei denen Privatleute Sie im Auto mitnehmen. Im Internet können Sie das Schlagwort „Mitfahrgelegenheit“ eingeben und finden dann auf verschiedenen Plattformen Angebote von Privatleuten, die Mitfahrgelegenheiten anbieten.

Ausführliche Informationen zu den Themen finden Sie in vielen weiteren Sprachen bei Make it in Germany – Mobilität

Freizeit

Genießen Sie Ihre Freizeit in der Region Südlicher Oberrhein!

Die Region bietet das wärmste und sonnenreichste Klima in Deutschland, wie man es sonst eher in mediterranen Zonen erwarten würde. Mit dem Schwarzwald verläuft hier das höchste und abwechslungsreichste Mittelgebirge in Deutschland. Gleichzeitig beherbergt die Region eine moderne Industrie- und Kulturlandschaft, ein riesiges Freizeitareal, und bietet ein breites Angebot für Aktive und Bewegungshungrige.

Die Region hat viel zu bieten: sonnige Rebhänge und fruchtbare Äcker wechseln sich ab mit Bergweiden und Hochmooren, langgezogene bewaldete Berge und Fernsichten bis zu den Alpen, steile Schluchten mit breiten Tälern. Und dazwischen liegen Dörfer, Städte und Städtchen, Tier-, Freizeit- und Familienparks. Der Schluchsee und der Titisee sind die größten Seen für Wassersportler und Sonnenanbeter und beliebte Ausflugsziele für jede Jahreszeit. Zahlreiche kleine Seen, Thermen und Wellnessangebote laden zum Entspannen und Verweilen ein. Die Landschaft und die Berge in der Region sind beliebte Wanderziele und besonders attraktiv für Mountainbiker und Rennradler, wie auch für gemütliche Familienradtouren. Im Winter finden die Wintersportler ein großartiges Skigebiet vor der Haustüre. Dank der landschaftlichen Vielfalt, der Top-Gastronomie, der lokalen Weine, Biere und der zahlreichen Mineralwasserquellen gilt die Region als „schönste Genießer-Ecke Deutschlands“.

Informationen zu Ausflugszielen, Freizeitmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und Museen in der Region finden Sie auf den folgenden Seiten

Tourismus Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

Tourismus Landkreis Emmendingen

Tourismus Emmendingen

Tourismus Freiburg

Tourismus Ortenau

Tourismus Offenburg

Upper Rhine Valley

Schwarzwald Tourismus

Hochschwarzwald Tourismus

Tourismus Baden-Württemberg

Veranstaltungen

Ein breites und buntes Spektrum an Veranstaltungen erwartet Sie in der Region: Konzerte, Messen, Märkte, Sportveranstaltungen, Weinfeste, Kinderfeste, Fasnacht und vieles mehr. Am besten Sie informieren sich auf den folgenden Internetseiten oder in regionalen Zeitungen über Veranstaltungen.

Veranstaltungen in Freiburg

Veranstaltungen in der Ortenau

Veranstaltungen in Offenburg

Veranstaltungen in Emmendingen

Veranstaltungen im Landkreis Emmendingen

Veranstaltungen Schwarzwaldtourismus

Vereine

In der Region gibt es zahlreiche Vereine, von Sport- über Kultur- und Musikvereinen bis hin zu Migrantenvereinen. Hier findet sich für jeden Geschmack und jedes Hobby der richtige Verein, egal ob für Kinder oder Erwachsene. Erkundigen Sie sich im Rathaus, über das Internet oder bei Nachbarn über Vereine in ihrem Wohnort. Durch die Mitgliedschaft in Vereinen bekommen Sie schnell Kontakt zu anderen Leuten, die ähnliche Interessen haben.

Informationen zu Deutschland

Politische und rechtliche Ordnung

Seit der Gründung ist die Bundesrepublik Deutschland ein politisch sehr stabiles Land. Die Staatsgewalten sind unterteilt in die gesetzgebende Gewalt (Legislative), die ausführende Gewalt (Exekutive) und die rechtsprechende Gewalt (Judikative). Ziel dieser Unterteilung ist es, die Konzentration und den Missbrauch politischer Macht zu verhindern. Zudem ist damit ein hohes Maß an Rechtssicherheit gewährleistet. Rechtssicherheit bedeutet: Sie können sich auf die Gesetze und deren Wertschätzung sowie die Verwaltung und die Rechtsprechung in Deutschland verlassen. Weitere Informationen zur deutschen Politik finden Sie hier.

Deutsche Behörden

Sie wollen sich beim Einwohnermeldeamt registrieren? Oder Ihre Aufenthaltserlaubnis verlängern? Sie können sich in der Regel darauf verlassen, dass Ihr Anliegen zuverlässig bearbeitet wird. Viele Behörden und Ansprechpartner finden Sie auf der Homepage des Welcome Centers oder Sie können mit dem Behörden-Finder feststellen, welche Behörde für Ihr Anliegen zuständig ist.

Telefonnummern der Helfer

Polizei: Notrufnummer 110

Feuerwehr: Notrufnummer 112

Rettungsdienst/Krankenwagen: Notrufnummer 112

Feiertage in Deutschland

Deutschland hat im Laufe des Jahres viele Feiertage, die meisten sind christlichen oder nationalen Ursprungs. Manche Feiertage werden nicht in allen Bundesländern gefeiert, hier ist eine Übersicht mit den Feiertagen in Baden-Württemberg, die in der Regel auch arbeitsfrei sind:

2020
Neujahr  01.01.2020
Heilige Drei Könige  06.01.2020
Karfreitag  10.04.2020
Ostersonntag  12.04.2020
Ostermontag  13.04.2020
Tag der Arbeit  01.05.2020
Christi Himmelfahrt  21.05.2020
Pfingstsonntag  31.05.2020
Pfingstmontag  01.06.2020
Fronleichnam  11.06.2020
Tag der dt. Einheit  03.10.2020
Allerheiligen  01.11.2020
1.Weihnachtstag  25.12.2020
2.Weihnachtstag  26.12.2020

Kirchen & Glaubensgemeinschaften

In der Region Südlicher Oberrhein existieren eine Vielzahl an Glaubensgemeinschaften und dementsprechend auch viele Kirchen, Gottes- und Gemeindehäuser, Moscheen, Tempel und Synagogen.
Informationen zu Ihrer Glaubensgemeinschaft finden Sie im Internet oder bei Landsleuten. Gerne können Sie auch das Team des Welcome Centers fragen, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Einkaufen und Bezahlen

Einkaufsmöglichkeiten
Supermärkte für Lebensmittel und alle wichtigen Dinge des Alltags findet man sowohl in der Stadt als auch abseits der Zentren. Für den täglichen Bedarf gibt es in den Wohngegenden Supermärkte und kleinere Geschäfte, wie zum Beispiel Bäckereien und Metzgereien.
Um Kleidung, Haushaltswaren und Elektrogeräte zu kaufen, fahren viele Deutsche in die Stadtzentren, wo vor allem die zentralen Einkaufsstraßen eine große Auswahl bieten.
Große Möbelgeschäfte, Elektromärkte und Einkaufszentren sind dagegen oft am Rande der Stadt angesiedelt, haben dafür aber große Parkplätze und gute Bus- oder Bahnverbindungen.
In der Region Südlicher Oberrhein gibt es eine Vielzahl an Wochenmärkten. Sie werden auf festgelegten Plätzen an einem oder mehreren Tagen der Woche aufgebaut. Dort bieten Händler und Bauern aus der Umgebung ihre Waren an. Die Qualität der Produkte ist sehr gut, aber oft etwas teurer als in den Supermärkten.

Tipp: Fragen Sie Ihre Nachbarn, wo sich die nächsten Einkaufsmöglichkeiten befinden.

Öffnungszeiten
Große Geschäfte – vor allem in den Innenstädten – haben in der Regel montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Manche Supermärkte schließen erst um 22 Uhr. Kleinere Läden außerhalb der Stadt sind montags bis freitags meistens bis 18 Uhr offen und an Samstagen bis 14 oder 16 Uhr.
Aber auch außerhalb dieser Öffnungszeiten können Sie in Deutschland zum Teil einkaufen: Geschäfte in Bahnhöfen, Tankstellen und Kioske bieten zum Teil rund um die Uhr die nötigsten Lebensmittel und Getränke an – und das auch an Sonn- und Feiertagen.

Bezahlen
In den meisten Geschäften können Sie mit Bargeld, EC- oder Kreditkarte zahlen. Kleinere Läden nehmen allerdings oft nur Bargeld an, andere akzeptieren die EC-Karte erst ab einem bestimmten Betrag.
Wer online einkauft, kann das Geld auch überweisen oder die Rechnung per Nachnahme begleichen. Nachnahme bedeutet, dass Sie das Geld bei Lieferung der Ware direkt an den Postboten oder Lieferanten zahlen.
Übrigens: Abgesehen vom Kauf größerer Anschaffungen wie Möbelstücke oder Elektrogeräte sowie gebrauchte Gegenstände ist es in Deutschland nicht üblich, über den Preis zu verhandeln. Es gilt der Preis auf dem Etikett! Bei größeren Neuanschaffungen können Sie jedoch unter Umständen eine kostenlose Lieferung oder einen kleinen Preisnachlass aushandeln.

Mehrwertsteuer
Auf die meisten Dinge, die Sie in Deutschland kaufen, erhebt der Staat 19 Prozent Mehrwertsteuer. Für bestimmte Produkte, zum Beispiel Grundnahrungsmittel wie Milch oder Brot, auf Bücher, Zeitungen, Blumen und Kunstgegenstände gilt der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent. Beim Einkaufen müssen Sie die Steuersätze aber nicht beachten, denn die Preise in Geschäften und Restaurants beinhalten schon die Steuer.

Weitere Informationen zu Einkaufen finden Sie auch in vielen weiteren Sprachen hier.

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